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Blutegeltherapie beim Hund

Eine Behandlung mit Blutegeln kann für Hunde mit gesundheitlichen Problemen von großem Nutzen sein. Auch in meiner mobilen Praxis in Frankfurt-Sachsenhausen darf ich diese Erfahrung immer wieder machen. Bei zahlreichen Krankheitsbildern wie Arthrose, Rückenschmerzen oder Sehnenentzündungen kann Ihr Hund von den positiven Aspekten einen Blutegeltherapie sehr profitieren. Schmerzlinderung oder Stimmungsaufhellung sind nur einige der möglichen Effekte dieser Therapieform.

Blutegeltherapie für Hunde

Was genau machen eigentlich Blutegel bei Tier und Mensch?

Viele Menschen verspüren zunächst einmal eine gewisse Abneigung gegen die kleinen Blutsauger und finden diese eher unappetitlich. Doch medizinische Blutegel zählen zu den Nutztieren. Ihre positive Wirkung bei vielfältigen Erkrankungen ist schulmedizinisch längst anerkannt. Im Austausch gegen wenige Milliliter Blut, die ein Egel von seinem Wirt saugt, profitiert dieser von den unzähligen heilsamen Wirkstoffen aus dem Speichel des Blutegels. Der vom Egel abgegebene Saliva wirkt unter anderem entzündungshemmend, gefäßerweiternd und beschleunigt den Lymphfluss. Für die einmalige Wirkstoffkombination im Speichel eines Blutegels gibt es bisher keine medikamentöse Alternative. Schmerzreduktion, verbesserte Wundheilung und Verbesserung des Allgemeinzustands sind für viele Patienten die erfreulichen Folgen einer Therapie mit Blutegeln.

Wie nimmt der Hund die Behandlung mit einem Blutegel wahr?

Hunde empfinden beim Anblick eines Blutegels für gewöhnlich keinen Ekel, sondern scheinen deren Heilwirkung sogar instinktiv zu spüren. Die Behandlung mit den Blutegeln ist quasi schmerzfrei. Der Biss des Egels fühlt sich für den Hund nicht schlimmer an als ein Insektenstich. Während des schmerzlosen Saugvorgangs, der meist etwa 30 bis 90 Minuten dauert, bleiben viele Hunde entspannt liegen oder schlafen sogar ein. Hat der Blutegel ausreichend Blut gesaugt, fällt er von ganz alleine vom Hund ab. Die zurückbleibende Bisswunde ist nur wenige Millimeter groß und ihre Nachbehandlung gestaltet sich im Normalfall unproblematisch. Die gerinnungshemmende Wirkung des Inhaltsstoffs Hirudin sorgt für eine circa 4 bis 12 Stunden anhaltende Nachblutung. Die leichte Blutung dient gleichzeitig der Reinigung der Wunde und sollte daher nicht unterbunden werden. Im Vergleich zu anderen Behandlungsformen sind die Risiken einer Blutegeltherapie für Ihren Hund äußerst gering. Nur bei einigen Erkrankungen, zum Beispiel bei Problemen mit der Blutgerinnung, darf die Behandlung nicht ausgeführt werden.

Als Tierphysiotherapeutin verwende ich ausschließlich medizinisch zugelassene Blutegel aus der Biebertaler Blutegelzucht. Um die Übertragung von Krankheiten auszuschließen, wird jeder Egel garantiert nur ein einziges Mal verwendet. Die Behandlung dauert etwa 90 bis 120 Minuten und wird in ruhiger Atmosphäre in den Räumlichkeiten des Hundehalters durchgeführt, in denen sich der Hund sicher und entspannt fühlt.

Eine Behandlung mit Blutegeln kann helfen bei:

  • Gelenkarthrose, z.B. an Hüfte, Knie, Ellbogen oder Zehengelenken
  • Arthritis, Rheuma,  Bandscheibenvorfällen oder Kompressionen des Rückenmarks
  • Entzündungen der Sehnen und Bänder
  • Wundheilungsstörungen (z.B. nach OPs oder Verletzungen)
  • Thrombosen
  • Abszessen, Ekzemen
Blutegel am Hund